Piraten wollen fahrscheinfreien Stadtbus untersuchen lassen

Bus Bahn Bad Salzuflen Piraten

Die Stadt Bad Salzuflen hat die Möglichkeit an einem Modellversuch „fahrscheinfreier Stadtbus“ teilzunehmen, die Bewerbungsunterlagen für eine Machbarkeitsstudie haben die Salzufler Piraten bereits nach Düsseldorf geschickt. Die Machbarkeitsstudie soll aufzeigen welche Umsetzungsschritte in einer Gemeinde ganz konkret notwendig sind, um dort einen Modellversuch Bus und Bahn fahrscheinfrei zu starten. Oliver Bayer, Vorsitzender der Enquetekommission Finanzierung, Innovation und Nutzung des Öffentlichen Personenverkehrs im Landtag NRW erklärt: „Die Anforderungen an Bus und Bahn wachsen stetig. Dennoch steht der aktuelle Mix zur Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs auf der Kippe und es stellt sich im Interesse viele Pendlerinnen und Pendler die Aufgabe, Bus und Bahn langfristig attraktiver zu gestalten. Die Piratenfraktion im Landtag NRW zeigt, dass das freie Fahren ohne Fahrschein in Bus und Bahn, finanziert durch eine Umlage und neue, kommunale Finanzierungsinstrumente, nicht nur theoretisch funktioniert, sondern auch klar und einfach ‘vor Ort‘ umsetzbar ist.“ Nach Auffassung der Salzufler Piraten ist die Stadt Bad Salzuflen als Modelkommune für das fahrscheinfreie Fahren bestens geeignet. „Seit gut 20 Jahren steht der Stadtbus als Salzufler Erfolgsmodell beispielhaft für viele Klein- und Mittelstädte in ganz NRW. Im Zuge der technischen Entwicklung und zunehmenden Automobilverkehr müssen wir besonders als Gesundheitsstandort und zertifizierter Luftkurort eine zukunftsfähige Verkehrswende schaffen, so der Fraktionsgeschäftsführer Simon Welslau. Mirjam Sturmann-Püttcher, Fraktionsvorsitzende der Salzufler Piraten ergänzt: „Im Wahlkampf haben uns viele Bürger auf die schlechte Verkehrsanbindung und hohe Ticketpreise angesprochen, besonders Jugendliche, Senioren und Geringverdiener sind auf einen funktionierenden ÖPNV angewiesen und überproportional von steigenden Fahrpreisen betroffen. Es ist uns wichtig allen Menschen bezahlbaren Zugang zu Mobilität zu gewährleisten.“ WBS Aufsichtsratsmitglied Matthias Obenhaus verdeutlicht nochmal: „Wir müssen Mobilität ganzheitlich betrachten. Wir brauchen ein intelligentes Verkehrskonzept indem Stadtbus, Fahrradverkehr und motorisierter Individualverkehr inklusive Car-Sharing ineinandergreifen und sich gegenseitig ergänzen.“

Webseite mit allen Bewerbungen und weiteren Hintergrundinformationen:  http://www.verkehrswendekonferenz.de/