DIE PIRATEN fordern Erhalt der Sparkassen-Standorte Lockhausen und Beetstrasse

Sparkasse Lockhausen Bad Salzuflen Piraten  (1)

DIE PIRATEN sind über das Verhalten der SPD und CDU zur aktuellen Ankündigung von Sparkassen-Filialschließungen befremdet: Große Empörung, eilige Pressemitteilungen und viel Tamtam. Vertreter aus beiden Lagern und auch die Grünen sitzen im Verwaltungsrat. Der Bürgermeister selbst ist qua Amt der Vorsitzende.

„Wer soll denn hier im Nachhinein verarscht werden?“, fragt sich die Fraktionsvorsitzende Mirjam Sturmann-Püttcher. „Die Sparkassen sind ein tief verwurzeltes Unternehmen, nicht nur in Lippe.
Die Aufgaben sind klar gesetzt. Gewinnerzielung ist nicht oberstes Gebot, sondern die Daseinsvorsorge. Diese wird aber in vielen Orten zurückgefahren.
Die Argumente seien von allen Sparkassen-Gruppen gleich.
Alle führten Einsparungen und verändertes Kundenverhalten an. „Fakt bleibt aber, dass mal wieder die Filialen geschlossen werden, die in Bereichen mit vielen älteren Menschen liegen“, so Sturmann-Püttcher weiter.

„Viele ältere Bürgerinnen und Bürger haben sich im Bürgermeister-Wahlkampf bei uns gemeldet und ihre Probleme mit den neuen Automaten dargelegt“, führt Fraktionsgeschäftsführer Simon Welslau aus. „ Wenn die beiden Filialen Beetstraße und Lockhausen geschlossen werden, sind viele Menschen vom Geldverkehr abgeschnitten. Niemand ist vor Ort, der gerade mal helfen kann, um etwa die Überweisung einzugeben. Mit der Zahlenkolonne der Iban haben selbst jüngere Menschen schon ihre Probleme.“

Einer Stadt wie Bad Salzuflen, die überwiegend von älteren Bewohnern geprägt ist, sollte es ein wichtiges Anliegen sein, allen Menschen den lebensraumnahen Geldverkehr weiterhin zur Verfügung zu stellen und nicht ganze Bevölkerungsgruppen abzuschneiden, meint auch Ratsmitglied Matthias Obenhaus. Zumal dann nicht, wenn es wie in Lockhausen, auf Kosten des gesamten Ortsteils gehe, und wie an der Beetstrasse eine hochfrequentierte Anlaufstelle treffe. „Ich dachte, wir wären alle angetreten, Bad Salzuflen ein Stück besser zu machen und nicht, um die Lebensqualität zu schmälern“, so das engagierte Sozialausschussmitglied in Richtung Bürgermeister.